Was in Asien ein übliches Transportmittel ist, sieht man in Europa eher selten: Lastenräder. Hier einige Tipps, was man beachten muss, wenn man plötzlich mit so einem Teil fahren soll.
Zuerst mal: Moderne Lastenräder fahren sich erstaunlich leicht. Man würde erwarten, dass man auf dem Rad einen Elefantentritt hinlegen muss, aber dem ist nicht so. Die Gangschaltung und der technische Fortschritt machen das Fahren leicht.
Dann auf jeden Fall: Langsam fahren. Die Physik fährt mit. Schnell um eine Kurve fahren lässt dich fliegen, und zwar aus der Kurve raus. Bei einem zweirädrigen Fahrrad kannst du dich mit dem Rad in die Kurve legen, bei Lastenrädern geht das nicht.
Wenn du das Rad belädst: Die Lasten so auf die Ladefläche tun, dass das Rad nicht nach vorne überkippt. Sehr peinlich, wenn du absteigst, und in dem Moment stellt sich das Rad senkrecht.
Nicht wundern über die Schieflage. Europäische Straßen sind in der Regel in der Mitte höher als am Rand, damit das Wasser zur Seite abläuft. Mit dem zweirädrigen Rad fällt dir das nicht sehr auf, denn da lehnst du dich einfach ein wenig gegen das Gefälle, und Dein Rad fährt senkrecht, und du sitzst damit auch senkrecht. Auf dem Lastenrad bleibst du schief. Da denkt man zuerst immer, irgendwas ist kaputt oder man fällt gleich um.
Wenn die Feststellbremsen nicht funktionieren, sollte man vielleicht besser nicht fahren. Nicht, weil man beim Fahren die Feststellbremsen braucht. Aber beim Parken braucht man sie. Es gibt keine Richtung, in die so ein Lastenrad nicht rollen würde. Und je schwerer beladen, umso energischer.