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Runder HighTech Papierflieger

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[bearbeiten] Anleitung

  • Schritt 1

Man nimmt ein Blatt DIN A4 80 Gramm Papier, legt das vor sich hochkant auf einen Tisch. Dann fasst man mit Daumen und Zeigefinger die obere rechte Ecke an und faltet, in dem man die obere Ecke nach links unten zu einem Diagonal verbiegt, ein simples Dreieck.

  • Schritt 2

Dann benutzt man seine geschickten Hände und Finger und macht den Falz so flexibel, durch hin und her knicken, das man das dann entstandene Dreieck einfach vom DIN 4 Bogen abtrennt/abreißt. (Wer dieser Anleiung nicht folgen kann, der nimmt ein Lineal und konstruiert auf dem Bogen ein Dreieck 210mm x 210mm x 298 mm.) Wer clever den Platz des Bogens ausnutzt, bekommt 2 Flieger locker gebacken.

  • Schritt 3

Jetzt kommt der erste Innovationsschritt, der jeden bisherigen lahmarschigen Papierflugzeugkonstrukteur aus dem vorigem Jahrhundert in heutige HighTech Regionen entführt. Nämlich, auf der 298 mm Seite falzt man zuerst einen 5-8 mm Streifen. Das macht man noch dreimal! (Ich bevorzuge 8mm!)

  • Schritt 4

Jetzt braucht man eine scharfe Tischkante. Mit den gefalzten Streifen nach oben, zieht man die 298mm Seite 2-3 mal über die Tischkante.

  • Schritt 5

Die beiden Enden des Dreiecks werden gebogen und zu einem Kreis zusammen gesteckt. Danach biegt man die Konstruktion als Anfänger zu einem exaktem Kreis.

  • Schritt 6

Um den Papier-Flieger zu starten braucht man Gefühl und Übung. Dazu gibt es 2 Fotos meiner Konstruktionen von mir bei flickr: http://www.flickr.com/photos/76551344@N00/240343433/ http://www.flickr.com/photos/76551344@N00/240343429/sizes/l/

Die Spitze des Flieger-Schwanzes wird zwischen Zeigefinger und Daumen über den Kopf gehalten. Die schmale Seite des Papierfliegers zeigt nach oben. Dann gibt man ganz wenig Schwung und lässt den Flieger schweben. Man wird es gleich erkennen, das Ding ist kein Flieger, sondern ein "Schweber"!

Die Bezeichnung 80g ist die Version mit 80 Gramm Papier. Also 80 Gramm bezeichnet das Gewicht des normalen Kopierpapiers aus jedem Papierladen auf die Fläche von einem Quadratmeter!

So, wer sich mal ein wenig mit Aerodynamik beschäftigt, stellt sehr schnell eventuell fest, das der Auftrieb einer Tragfläche durch die unterschiedliche Größe der Fläche der Unterseite zur Oberseite zur den Auftrieb erzeugt wird. (Unterseite gerade = weniger Fläche, Oberseite gebogen = mehr Fläche)

Schritt 7 für Fortgeschrittene! Fakt ist, auch wenn man noch so schludrig bastelt, der rhebs ringwings 298-80g fliegt softig so 6-8 Meter in Innenräumen. Von einem Stuhl gestartet 10 - 12 Meter, von einem Tisch 12 - 15 Meter. Was manchem eventuell auffällt, der runde Papierflieger fliegt halt softiger, langsamer und verliert deutlich sichtbar weniger an Höhe. Alle anderen Papierflieger fliegen zwar schneller und momentan oberflächlich gesehen auch weiter. Nur die Dinger fliegen nicht, die rammeln unkoordiniert durch die Gegend!

Dann kann man anfangen das alles zu optimieren. Wenn nan unterschiedliche Ovale gestaltet, z.B. den exakten Kreis zu einem flachen Oval drückt, wird das Gerät noch langsamer und fliegt weiter. Dar nächste innovative Schritt ist leichteres Papier zu nehmen. Zeitungspapier liegt bei um 60g/Quadratmeter. Das Knicken des Schwanzes nach links und rechts erzeugt Kurven!

  • Schritt 8 Die Königsklasse!

Stellt Euch vor, es ist September, ihr steht bei Windstille neben einem Kornfeld. Die Freundin ist dabei. Ihr holt aus eurer Tasche eine Deieck-Bogen 20-30 Gramm Japanpapier. Schreibt dann auf den Bogen mit einem Filzstift "Ich liebe dich". Dann wird das gefaltet und über den Gepäckträger des zufällig vorhandenen Fahrrades gezogen. Das wird nun wie schon oft geübt zusammen gesteckt. Ihr nehmt den Ringwing am Schwanz zwischen Daumen und Zeigefinger und startet locker, gekonnt, leicht. Der Ringwing gleitet erst kurz über die Ähren und dann steigt er. Er steigt mit leichten Kreisen nach oben. Wenn er gut ist, kommt er nicht wieder runter, er verschwindet immer kleiner und kleiner werdend in den Wolken!

Die Freundin fragt dann schon mal "Wer zum Teufel hat sowas erfunden? Warst du das?" Ihr könnt dann schlicht und einfach sagen "Ja!" oder auch fair sagen das Gerät gibt es schon seit um 1970 oder 1917. Keiner weis, woher diese Technologie in der Art und Weise dieser Papierfliegerversion her stammt.

Selbst bei wikipedia gibt es Papier - ringwings noch nicht.

http://www.sunny-boxwing.de/ringwing.htm ist eine Modelflugzeuglösung aus den 80er Jahren, die man bei google findet.

Bei Youtube gibt es einige wenige Ansätze zu dem Thema, das sind aber mehr fliegende Rechtecke:

http://www.youtube.com/watch?v=XGSwkETNuGs&feature=related

Bei der Suche bei metager.de findet man http://web.media.mit.edu/~stefanm/FFMP/, das sind mehr so Hoovercraftlösungen und weit entfernt von dieser durchgeknallten Idee. Die denken dort in Kringel- in Tellerformen!


Seit 1917 gab es aber ein Patent, welches schon lange ausgelaufen ist: "A.G. HOLDER Jr's Patent"

Für einen RedBullWettbewerb hat man mal versucht das Ringwingsystem nach zu basteln und hatte aber wesentliche Strukturen der Konstruktion vermasselt. Die Statik wurde nicht richtig kapiert. Adam Alberts RedBull Glider schaffte wohl nur 5 Meter, Paul Dunlop, aus New Zealand klatschte nach 15,28 Meter ins Wasser. http://home.att.net/~dannysoar3/RedBull.html

rhebs ringwing
rhebs ringwing
rhebs ringwing falten
rhebs ringwing falten

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